TeneFritz: Ein Welpe geht zur Schule

TeneFritz: Ein Welpe geht zur Schule

Mit 10 Wochen, also nachdem Fritz sich eine Woche in seinem neuen Zuhause eingelebt hatte, besuchten wir das erste Mal mit ihm eine Hundeschule. Was wir dort bis heute alles erlebt und gelernt haben, wollen wir im folgenden Artikel mit dir teilen.

Wahl der Hundeschule

Bevor wir uns für eine Hundeschule entschieden, verglichen wir die Kursangebote und Schwerpunkte der unterschiedlichen Hundeschulen im Umkreis. Da wir über TeneTRIO bereits die meisten Hundeschulen für die Verkostung der TenePops besucht hatten, hatten wir natürlich schon einen relativ guten Überblick über die Herangehensweisen der unterschiedlichen Schulen.

Die Hundeschule unserer Wahl ist nur wenige Minuten mit dem Auto vom Büro und auch unserer Wohnung entfernt, sodass wir schnell da sind und auf dem Weg dorthin auch gut das Autofahren mit Fritz üben können. Es sei denn es ist schönes Wetter – dann radeln wir natürlich, aber davon erzählen wir ein anderes Mal.

Wenn man sich für eine Hundeschule entscheiden muss, sollte man also überprüfen, ob diese einen seriösen Eindruck macht und die Werte vermittelt, die einem bei der Erziehung des Hundes wichtig sind und auch zum Charakter des Hundes passen. Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du auch ein paar Hundeschulen zum Kennenlernen besuchen. Die Trainer haben sicher nichts dagegen, wenn du dir den Kurs mal anschaust, bevor du mit deinem Hund zu ihnen in die Schule kommst.

Aufregung in der Welpengruppe

Mit seinen süßen 10 Wochen ging Fritz zuerst natürlich noch nicht wirklich zur “Hundeschule”, wir besuchten mit ihm die Welpengruppe, in der es vor allem darum geht, die Welpen in ihrer Sozialisierung zu unterstützen.

In kleinen Gruppen von maximal 6 Welpen spielen diese für eine Dauer von 15-20 Minuten unter enger Aufsicht der Hundetrainer miteinander. Auch für uns Hundehalter sind die Spielphasen sehr anstrengend, da jeder seinen Welpen genau beobachten muss und ihn bei Anzeichen von Stress oder Unwohlsein vor den anderen Welpen schützen muss. Dabei sausen die spielenden Welpen jedoch sehr schnell umher, sodass man ganz schön zu tun hat, mit ihnen mitzuhalten und den eigenen Welpen nicht aus den Augen zu verlieren.

In der ersten Stunde war Fritz noch sehr zurückhaltend und zeigte sich schnell eingeschüchtert von den anderen Welpen, die auch schon einige Woche älter waren als er. Am Ende der Spielphase taute er jedoch langsam auf und tollte mit den anderen umher. In der zweiten Stunde trat er bereits viel selbstbewusster auf und konnte schön mit den anderen Welpen spielen. Dabei wechselten sich Dominanz und Unterordnung immer mal wieder ab, die Welpen hielten sich also an die „Spielregeln unter Hunden“ und machten ein Eingreifen durch uns Halter oder die Trainer selten nötig.

Im Anschluss an diese Spielrunde geht es nach einer Trinkpause mit dem schulischen Teil des Kurses weiter. Dieser bezieht sich jedoch auf uns Hundehalter, die Trainer erzählen uns in diesem Teil von wichtigen Dingen rund um die neuen Hundekinder und wir können unsere aktuellen Fragen loswerden. Während dieser Zeit ruhen sich die Welpen aus oder schlafen sogar ein.

Wenn du deinen Welpen in eine Welpenspielgruppe gibst, solltest du auf eine geringe Gruppengröße achten. Die Trainer und die jeweiligen Hundehalter sollten ihre Welpen sehr genau im Auge behalten, um “schlechtes” Benehmen sofort zu unterbinden. Wird dies in deiner Hundeschule so nicht angeboten, solltest du lieber auf diese Spielgruppen verzichten, damit sich dein Hund nicht gleich zu Anfang schon schlechte Manieren angewöhnt.

TeneFritz wird eingeschult

Ab einem Alter von 16 Wochen dürfen Welpen in unserer Hundeschule den Kurs für Junghunde besuchen, dafür muss natürlich die initiale Immunisierung durch Impfungen abgeschlossen sein. In diesem Kurs werden den Haltern die wichtigsten Grundlagen für eine erfolgreiche Erziehung der Hunde beigebracht. Neben Kommandos wie Sitz und Platz, die wir bereits mit Fritz viel zu Hause geübt hatten, steht in dem Kurs die Alltagstauglichkeit der Hunde im Vordergrund. So muss ein Hund beispielsweise lernen, dass er auch mal Sendepause hat und warten muss.

Die Stunden teilen sich dabei in unterschiedliche Bereiche auf. Zunächst sollen alle Hunde und ihre jeweiligen Herrchen oder Frauchen in Ruhe auf dem Platz ankommen. Dafür drehen wir eine kleine Runde über den Platz, auf der Fritz auch gerne viel schnüffelt. Besonders zieht es ihn auch zu den anderen Hunden hin, da er fremden Hunden stets gerne Hallo sagen möchte. Dies müssen wir dann durch eine geschickte Route über den Platz vermeiden, da es ja nicht ums Spielen geht in dieser Zeit.

Dann kommen alle Hunde mit ihrer Begleitperson relativ dicht zusammen und wir üben, dass sich alle Hunde in dieser dichten Gegenwart zueinander entspannen und nicht die ganze Zeit spielen wollen. Der Trainer gibt während dieser Zeit ein paar Erklärungen oder beantwortet aktuelle Fragen und die Hunde üben das Warten. Das baut natürlich, vor allem bei den jüngeren und ungeübten, eine ziemliche Frustration auf, mit der sie dann umgehen lernen müssen – das Ziel der Übung.

Gerade in der ersten Stunde hatten Fritz und ich da sozusagen einen sehr hohen Lerneffekt – es klappte quasi überhaupt nicht. Wir kannten das Prinzip davor nicht, weshalb ihm diese Übung ganz neu war und recht schwer viel. Da baute sich dann natürlich schnell Frust auf und Fritz wollte alles – nur nicht entspannt zu meinen Füßen sitzen. Da unser Fritz ein ziemlicher Sturkopf ist und über viel Energie verfügt, musste ich alles an Kraft aufbieten, um ihn ruhig in dem sogenannten “Erziehungssitz” zu halten, in dem er sich eigentlich entspannen soll… Eine Woche Rückenschmerzen waren der Dank dafür ?

Im nächsten Teil werden die Kommandos Sitz und Platz gefestigt, wobei auch der Blickkontakt zur Begleitperson einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. In diesen Übungen schlug sich Fritz als Anfänger gar nicht so schlecht, aber bereits innerhalb der wenigen Wochen, die wir den Kurs jetzt besuchen, kann man eine sehr schöne Steigerung seiner Leistung beobachten. Dann macht das gemeinsame Training natürlich beiden Beteiligten viel mehr Spaß und spornt an zum weitermachen.

Am Ende klären wir dann noch weitere Fragen oder es gibt noch mal gezielte Hinweise zur Verbesserung der Technik. Ähnlich wie in der Welpengruppe geht es aber natürlich darum, dass wir als Hundehalter verstehen, wie wir dem Hund korrekt und gut vermitteln, was wir von ihm erwarten. Nur dann macht das Trainieren Spaß und das soll es ja schließlich unbedingt!

In einem Kurs für Junghunde kannst du unter geschulten Blicken der Hundetrainer und mit vielen Tipps aus der Praxis die Erziehung deines Hundes festigen. Damit vermeidet man Fehler, die man während des eigenen Trainings nicht bemerkt oder als Laie falsch interpretiert. Auch bei aktuellen Problemen oder Fragen stehen dir die Trainer deiner Hundeschule natürlich mit ihrer ganzen Erfahrung zur Verfügung.

Welche Erfahrungen hast du mit deinem Hund in der Hundeschule gemacht?
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