Gemüse: Was dürfen Hunde nicht fressen?

Gemüse: Was dürfen Hunde nicht fressen?

In einem vorherigen Beitrag haben wir euch bereites zusammengestellt, welche Obstsorten euer Hund essen darf und welche tabu sind.  Gemüse und Obst stellen wichtige Grundlagen in der Ernährung von Hunden dar – vor allem in der Rohfütterung.

Wie bereits im vorherigen Artikel rund um das Thema Obst erwähnt, füttert man Gemüse, um den Magen-Darm-Inhalt von einem Beutetier zu ersetzen. Damit der Hund das Gemüse gut verwerten kann, püriert man es am besten oder dünstet es leicht. Auch als Snack zwischendurch kannst du Gemüse natürlich füttern.

Dein Hund kann sehr viele Sorten Gemüse essen. Natürlich ist es immer möglich, dass dein Hund etwas trotzdem nicht verträgt, aber an sich ist folgendes Gemüse unbedenklich für deinen Hund:

  • Kohl (Blumen-, China-, Grünkohl)
  • Broccoli
  • Gurken
  • Kartoffeln (nur gekocht)
  • Kürbis
  • Mangold
  • Möhren
  • Paprika
  • Rote Beete
  • Rüben
  • Salate
  • Sellerie
  • Spinat
  • Topinambur
  • Zucchini
   

Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung


Wir möchten euch jetzt kurz beschreiben welche Gemüsesorten euer Liebling auf keinen Fall essen darf und warum:

Avocado

Während die Avocado für uns Menschen oft als Superfood gefeiert wird und gerade sehr beliebt ist, ist das enthaltene Persin für Hunde schädlich. Wie viel Avocado ein Hund fressen müsste, um daran zu sterben, ist zwar unklar, aber Avocados sind definitiv nicht gut für deinen Liebling. Der Verzehr kann Durchfall und Erbrechen auslösen. Deshalb: Nutze Avocados lieber für deinen Toast und nicht für den Futternapf von deinem Hund.

Nachtschattengewächse: Rohe Kartoffeln, Auberginen und Tomaten

Nachtschattengewächse enthalten den Wirkstoff Solanin, der für Hund eine toxische Wirkung hat. Die Symptome äußern sich meistens in der Form von Erbrechen oder Durchfall. Gekochte Kartoffeln sind in Ordnung, rohe Kartoffeln dürfen nicht verfüttert werden. Bei Tomaten und Co. enthalten die grünen Stellen besonders viel Solanin und sind daher besonders schädlich.

Zwiebel

Lauch oder Zwiebeln  haben eine giftige Wirkung für Hunde. Zwiebeln sind vor allem roh besonders giftig, aber auch gekocht können Zwiebeln Vergiftungssymptome hervorrufen. Isst dein Hund Zwiebeln, werden seine roten Blutkörperchen zerstört. Zunächst macht sich die Vergiftung durch Durchfall und Erbrechen bemerkbar, wenn es eine schwere Vergiftung ist kommen noch Symptome wie etwa Schwäche, Appetitlosigkeit und Beschleunigung der Herzfrequenz hinzu. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Deshalb gilt: Zwiebel sind in der Hundeernährung tabu.

Hülsenfrüchte: rohe Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen

Rohe Hülsenfrüchte (also ungekochte Bohnen, Linsen etc.) sind sowohl für uns Menschen als auch für unsere Vierbeiner schädlich. Sie enthalten den Stoff Phasin, den Hunde nicht vertragen. Die Symptome können von Erbrechen bis hin zu Bauchkrämpfen oder blutigem Durchfall oder Fieber reichen. Auch bei gekochten Hülsenfrüchten ist Vorsicht geboten und die Menge ist entscheidend: Hülsenfrüchte können – wenn sie zu viel verfüttert werden – Blähungen und Verstopfungen verursachen. Deshalb solltest du gekochte Bohnen, Erbsen und Co.  nur in kleinen, gekochten Mengen füttern.

Knoblauch

In Hinblick auf Knoblauch gibt es unterschiedliche Meinungen. Es stimmt – in größeren Mengen ist Knoblauch nicht gut für deinen Hund. In kleinen Mengen ist er aber sogar gesundheitsfördernd: Knoblauch wirkt antibakteriell und hat auch eine antivirale Wirkung. Was bedeutet in kleinen Mengen? Ein Hund kann 0,1g Knoblauch pro kg Körpergewicht fressen – das bis zu 2x die Woche. Bei einem 20 kg Hund wären das also 4,0 g Knoblauch auf die Woche aufgeteilt.

Fazit

Grundsätzlich gilt: Es gibt Gemüse, das du gar nicht füttern sollst, aber schaue zusätzlich immer auf deinen Hund, ob er etwas nicht verträgt und zum Beispiel Blähungen oder Durchfall bekommt. Jeder Hund ist anders und möglicherweise reagiert dein Hund auf ein Gemüse mit einer Unverträglichkeit, das für andere Hunde kein Problem darstellt.  

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